Am 30. Mai 2024 eröffneten Staatsministerin Claudia Roth, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Katrin Budde, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, sowie Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten, und Mirko Gutjahr, Leiter der LutherMuseen in Eisleben und Mansfeld, die Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Eisleben.

Die Ausstellung ist Teil der Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Gerechtigkeyt 1525“ und stellt mit ihrer Eröffnung den Auftakt dar. Zum Gedenken an 500 Jahre Bauernkrieg und den Tod Thomas Müntzers beteiligen sich deutschlandweit zahlreiche Kulturinstitutionen mit Landes- und Sonderausstellungen in 2024 und 2025. Mit der Mitmachausstellung starten die LutherMuseen bundesweit als erste in diese Gedenkjahre.

Es ist das Jahr 1525: Kirchen, Klöster und Burgen gehen in Flammen auf, als die einfache Bevölkerung gegen ihre geistliche und weltliche Herrschaft aufbegehrt, auch in Mitteldeutschland. Doch wie kam es eigentlich zu diesem Aufstand? In der interaktiven Mitmachausstellung lässt sich das auf ungewöhnliche Weise nachvollziehen: Ein großes begehbares Spielbrett mit digitalen sowie analogen Spielelemente ermöglicht es den Besuchenden, in die Rollen von Bewohnerinnen und Bewohnern einer typischen mitteldeutschen Stadt um das Jahr 1525 zu schlüpfen und die Zeit unmittelbar vor dem Aufstand aus verschiedenen Perspektiven zu erleben.

„Unsere Ausstellung richtet sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche“, so Dr. Thomas T. Müller. „Dabei wenden wir uns Fragen zu, die gerade sie bewegen: Was hat sich für die Menschen in den vergangenen 500 Jahren konkret verändert und welche Rolle spielte damals bzw. spielt heute die Suche nach Gerechtigkeit? Wir wollen ihnen spielerisch vermitteln, wie aktuell einige der Themen von 1525 noch heute sind und sie ermutigen, sich aktiv für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen“.

Die Ausstellung findet zeitgleich an zwei Orten statt: In Luthers Sterbehaus in Eisleben erwartet die Gäste ein begehbares, dreidimensionales Brettspiel in historischer Kulisse, mit dem sie in die Welt des Bauernkrieges von 1524/1525 eintauchen. Per Zufall wird ihnen eine Person der damaligen Zeit zugeordnet, aus dessen Sicht und Lebenssituation sie die Zeit erleben. Auf dem Marktplatz, in der Kirche, der Druckerei und vor der Stadt warten zahlreiche Aufgaben an unterschiedlichen Stationen auf die Besuchenden. Werden die eigenen Entscheidungen für eine gerechtere Welt sorgen? Am Ende der Ausstellung erfahren die Spielenden, wie die echte Person gehandelt hat und sehen, wie ähnlich oder unterschiedlich die jeweiligen Entscheidungen sind.

Im zweiten Part der Ausstellung in Luthers Elternhaus in Mansfeld werden die Besuchenden auf den ebenfalls in die Welt des 16. Jahrhunderts versetzt. In überdimensionalen Comics und interaktiven Mitmachstationen wird die Lebensrealität der Bauernkriegszeit auch für jüngere Besucherinnen und Besucher greifbar. So lernen sie spielerisch etwas über die Hintergründe der Bauernkriege. Im Hof Können sie als Armbrustschütze viel über das damalige Jagdrecht erfahren und damit auch über die von den Bauern gestellten Forderungen.

Erfahren Sie mehr unter www.gerechtigkeyt1525.de

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